Zur actio Pauliana. 131
und zugleich einen Hauptgrundsatz des Preozesses,
den Grundsatz des rechtlichen Gehörs, verletzt.
Bekanntlich bleibt der Schuldner auch nach Eröffnung
des Universalkonkurses Eigenthümer seines
Vermögens; er verliert nur die Disposition über
dasselbe, und die Gläubiger haben nur ein Recht
auf Befriedigung aus der Masse. Als im Ausfluß
dieses Rechtes ist es ihnen gestattet, gewisse Vermögensveräußerungen
des Schuldners umzustoßen,
wonach die veräußerte Sache 586 ein Vermögen des
Schuldners geblieben ?) und überhaupt Alles so angesehen
wird, als ob eine Veräußerung gar nicht
stattgesunden hätte ).
Hieraus ergibt sich, daß der einzelne Gläubiger
nur berechtigt sein kam, die veräußerte Sache
zur Gantmasse zu reklamiren, um seine Befriedigung,
welche er aus der unredlicherweise geschmälerten
Masse nicht erlangen kann, durch deren Reintegrirung
zu ermöglichen ); und daß sohin seine
Klage, wenn er nebst der Reseission verlangt, daß
man ihm ein ausschließendes Recht auf Befriedigung
aus der Sache zuerkenne, wegen Zwwielforderung,
vielmehr Ungehörigkeit, von der Gerichts-2)
S. 6 Inst. de action. (4, 6): „permiltitur ipsis
Creditoribus, rescissa traditione eam rem petere,
i. e. dicere, enm rem traditam non esse et ob
id in bonis debitoris mansisse.“ Val. über
diese Stelle Vangerow, Lebrb. d. Pand. Bd. 1
8. 178 (Aufl. 7 8. 177) Anm. Nr. 3; Savigny,
Sn. Bd. V S. 27 Not. n.
2) Fr. 38 §". 4 de usuris (22, 1): „ut perinde sint
omnia, atque si nihil alienatum esset.“
Val. diese Bl. Bd. IX S. 213 Nr. 7, wo sicher
auch nichts Anderes gesagt werden wollte, als daß
die Reseission auf Klage eines einzelnen Gläubigers
nur insoferne und nur insoweit statifinde, als fie
zu dessen prioritätsmäßiger Befriedigung erlerderte
zl Val. Seuhlert im Komm. Ausg. II
490 Note 26.
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