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aber mit seinem hinterlistig gefangenen Nebenbuhler Heinrich auf
seine Burg zu Plock zurück.“)
Die Unterhandlungen begannen. Die Bedrängniß des Herzogthums
hatte sich seit dem Jahre 1226 eher vermehrt, als vermindert.
Die Ritter selbst hatten es erfahren, daß das Land gegen so furchtbare
Nachbarn eines krästigen Schutzes bedürfe. Daher kam die
Einigung von beiden Seiten leicht zu Stande. Konrad erwähnte
Löbau nicht mehr, die Ritter schwiegen von Preußen, so geschab denn,
was der Hochmeister gewünscht: Konrad schenkte am 23. April 1228
zu Brest in Cujavien?"s), ohne irgend eine Bedingung namhaft zu
machen, dem Deutschen Orden das ganze Kulmer Land nebst
einem Dorfe Orlow in Cujavien. Auf solche Weise glaubte er des
Ordens Wünsche befriedigt zu haben und der baldigen Eröffnung des
Kampfes mit einem zahlreichen Ritterheere gewiß zu sein.
In Bezug auf den Bischof von Preußen hatte er schwerlich die
geringste Besorgniß. Die hohe Gunst, in welcher, wie allbekannt
war, der Orden beim Papste stand, werde Jenen, so meinte Konrad
ohne Zweifel, wohl von dem kühnen Versuche abhalten, dem Orden
die Besitznahme des Landes zu verwehren.
—.
92) Vgl. Dlaegoss. ad annum 1228.pg. 573. Konrad hatte den Herzog, als
derselbe in Spythkowitz Messe hörte, überfallen. Der treuen Gemahlin Heinrichs,
der heiligen Hedwig, gelang es noch in demselben Jahre, indem sie persönlich vor
Konrad in Plock erschien, den Gatten zu befreien und eine Sühne zu Stande zu
bringen. Heinrich mußte zu Gunsten Konrads auf die Vormundschaft über die Kinder
Leßko's verzichten, welche dieser von nun an wie Gefangene behandelte. — Wenn
wir einer Nachricht bei Bop##ha, p. 58. glauben, so hatte Konrad, vor Wuth
über den verunglückten Feldzug nach Krakau, Preußen, Litthauer, Samaiten, Jazwinger
und andere wilde Völker bewogen, in Kleinpolen einzufallen und es zu
verwüsten.
93) Vgl. Acta Bor. I, 394. (Unsere Urk. 12.) Der Ausstellungsort Beze
ist sicher verschrieben für Fresk, eine Stadt in Cujavien, mit einer königlichen
Burg, deren Kastellan in späterer Zeit den ganzen Palatinatus Brestensis, d. h.
die Burzen Brest, OCruswios (wo Konrad 1230 mit dem Orden über Kulm ver-