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sammen. Die große Preissteigerung hatte aber auch die beschleunigte
und daher ungenügende A##bildung von Wkbrkingen und ausgedehnte
Neuanlagen zur Folge. (Land XVI, S. 11.) elch hohen Gewinn
die Korbweidenkultur bringen kann, zeigt auch folgendes Beigpiel Ein
sitzer Töpfer in Freystadt, Wefstpr., hat von einer 14 Morgen
großen Flächec gleich im ersten Jahre einen Reinertrag von 0 Mk.
der Unkosten blieb der genannte ige zbd Um auf diesen Zweig der
Landwirtschaft dic Aufmerksamkeit der Landwirte ganz besonders hinzulenken,
hat Winte Auldirektor Stakemann im Auftrage der Landwirtschaftskammer
auf dem der Kirchengemeinde gehörigen Torfbruche,
das disher ganz wüst dalag, im Frühjahr größere Korbweidenanpflanzungen
ausgeführt, die sich vorgüglich entwickeln. Auch eine Anzahl
kleinerer Besitzer haben bereits im vorigen Jahre mit bestem Erfolge
Anpflanzungen gemacht.
Literatur: v. Förster, Die Korbweidenkultur und ihr Wert für
die Landwirtschaft der östlichen Provinzen Preußens. Berlin, Paul
Parey. — Deutsche Landwirtschaftliche Presse, 1896 N. 42 und 43.
Berlin. Saul Parcy. — Krahe, Korbweidenkultur. b. Aufl., Aachen.
1897. Ueber den Anbau nd die Verwe #tung von
Vorbwesden zur Verschaffung eine Nebenvernstes
in armen Gegenden. Von F. *sut Wies in Baden.
rV Inr, S. 180.)
Geslügelzucht und Geflügelerzengnisse.
Die Einfuhr an Eiern, Geflügel und Bettfedern vom Ausland
betrug im Jahre 1906 für 217,9 Millionen Mark, die Ausfuhr
keine 4 Millionen Mark. Eier wurden für 115,8 Millionen, Geflügel
für 48,6 Millionen, Bettfedern für 23,5 Millionen Mark
eingeführt. Diese an das Ausland bezahlten Summen sind ein Beweis
für den riesigen Bedarf in Deutschland an den betreffenden
Artikeln, der zum größten Teil durch deutsche Landwirte gedeckt
werden könnte. Die vielfach ausgesprochene Befürchtung, daß bei
erhöhtem Betriebe der Geflügelzucht der deutsche Eiermarkt überfüllt
würde, ist nicht stichhaltig, da gerade beim Eierverkauf frische
Ware nur von einheimischen Züchtern geliefert werden kann,
während bis jetzt die betrügerische oder irreführende Abstempelung
von Millionen ausländischer Eier als frische Land- oder Trinkeier
den deutschen Geflügelzüchtern unberechenbaren Schaden zufügt.
Geflügelzucht, besonders Mästung des Junggeflügels kann auch
von der ärmsten Bevölkerung betrieben werden, da zu letzterem
wenig Raum erforderlich ist und die Kosten für kleinere Betriebe,
die unter den meisten Umständen rentabler als große, nicht hoch
sind. Der Großgrundbesitz hat bis jetzt aus nahe liegenden Gründen
bei der Hebung der Geflügelzucht versagt. Nachweislich erfährt
die nötige Pflege des Huhns zu Nutzzwecken bei der mittleren
und kleinbäuerlichen Bevölkerung neuerdings in Deutschland besondere
Zuneigung. In weiten Kreisen ist man von der schädigen-