Metadata : Gesetz- und Verordnungsblatt für das Königreich Sachsen vom Jahre 1918. (84)

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B.  Mündliche  Prüfung  in  Abteilungen  von  höchstens  8  Prüflingen.
a)  Erziehungslehre  mit  besonderer  Berücksichtigung  des  Kindergarten—
wesens.  Etwa  50  Minuten.
b)  Deutsche  Sprache
c)  Naturkunde  und  Gartenbau
d)  Gesundheitslehre  etwa
e)  Bürgerkunde  je  30  Minuten.
1)  nach  Befinden  jedes  der  auf  Grund  von  96  Absatz  3  der
Bestimmungen  unter  A  eingeführten  Fächer
Die  mündliche  Prüfung  ist  öffentlich.

C.  Praktische  Prüfung.
Jeder  Prüfling  hat  eine  Ubung  im  Kindergarten  von  15  bis  20  Minuten
Dauer  vorzuführen.  Zur  Vorbereitung  ist  ein  Vormittag  zu  gewähren.

 

§  7.  (1)  Täuschung  und  Täuschungsversuch  wird  mit  Zurückweisung  oder,  falls
die  Entdeckung  erst  später  erfolgt,  mit  Vorenthaltung  oder  Einziehung  des  Prüfungszeugnisses
  bestraft.

(2)  Der  Vorsitzende  hat  die  Prüflinge  vor  Beginn  der  Prüfung  demgemäß  zu
verwarnen.

(„)  Die  Beschlußfassung  über  die  Strafe  steht  dem  Prüfungsausschusse  zu.

§  8.  (u1)  Unmittelbar  nach  der  Prüfung  werden  die  Zensuren  unter  Mitberücksichtigung
  der  Leistungen  im  Lehrgange  nach  der  in  §  10  Absatz  1  der  Bestimmungen
unter  A  angegebenen  Gradreihe  festgestellt.

(2)  Wer  in  den  Kindergartenübungen  nicht  mindestens  die  Zensur  3  erzielt,  hat
die  Prüfung  nicht  bestanden.  Unter  den  übrigen  Einzelzensuren  darf  die  4  überhaupt
nicht,  die  3b  in  der  Regel  nur  einmal  vertreten  sein.  Eine  3b  in  einem  zweiten
Fache  kann  indessen  durch  besonders  gute  Leistungen  (1,  1  b,  2  a)  in  zwei  anderen
Fächern  ausgeglichen  werden.

(:)  Bei  der  Feststellung  der  Hauptzensur  sind  die  Zensuren  in  der  Erziehungskunde
  und  in  den  Kindergartenübungen  dreifach,  in  der  deutschen  Sprache  doppelt,
in  den  übrigen  Fächern  einfach  zu  werten.

(4)  Die  Schülerinnen  der  Anstalt  erhalten  auch  eine  Zenfur  im  Betragen.

§  9.  Die  Zensuren  sind  in  eine  Liste  nach  dem  Muster  I  zu  schreiben.  Eine
vom  Vorsitzenden  des  Prüfungsausschusses  beglaubigte  Abschrift  ist  der  Obersten
Schulbehörde  einzureichen.