Full text : Zentralblatt für das Deutsche Reich. Fünfundvierzigster Jahrgang. 1917. (45)

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VII  Gegenstände  aus  Glas,  Flüssigkeiten,  Ole,  fette  Stoffe,  Pulver  sowie  lebende  Bienen  werden
unter  folgenden  Bedingungen  zugelassen:
1.  Glas  muß  in  Metall,  Holz,  Leder  oder  Pappe  fest  verpackt  sein,  so  daß  jeder  Gefahr
für  andere  Sendungen  und  die  Beamten  vorgebeugt  wird;
Flüssigkeiten,  Ole  und  leicht  schmelzbare.  Stoffe  müssen  in  Glasfläschchen  fest  verschlossen
  sein.  Jedes  Fläschchen  muß  in  ein  Kästchen  von  Holz  oder  starker  Pappe  mit
Sägespänen,  Baumwolle  oder  einem  schwammigen  Stoffe  so  verpackt  sein,  daß  beim
Zerbrechen  die  Flüssigkeit  aufgesaugt  wird.  Das  Kästchen  selbst  muß  in  eine  Hülse  von
Metall,  von  Holz  mit  angeschraubtem  Deckel  oder  von  starkem  und  dickem  Leder  eingeschlossen
  sein.  Werden  die  Fläschchen  in  durchlochte  Holzblöcke  verpackt,  die  hinreichend
  widerstandsfähig,  mit  aufsaugenden  Stoffen  angefüllt  und  mit  einem  Deckel
verschlossen  sind,  so  ist  kein  zweites  Behältnis  nötig.  Ebenso  kann  von  der  doppelten
Verpackung  abgesehen  werden  bei  Kästchen  aus  starker  Wellpappe,  wenn  die  Fläschchen
  sicher  verschlossen,  sämtliche  Zwischenräume  mit  aufsaugenden  Stoffen  angefüllt
sind  und  jedes  von  mehreren  Fläschchen  mit  einer  besonderen  Hülle  von  Wellpappe
versehen  ist;
schwer  schmelzende  Fettstoffe  wie  Salben,  weiche  Seife,  Harze  usw.  mühen  zunächst  in
eine  besondere  „Hülle  (Kästchen,  Säckchen  von  Leinwand,  Pergament  usw.)  eingeschlossen
und  dann  in  ein  Kästchen  von  Holz,  Metall  oder  starkem  und  dickem  Leder  verpackt  sein;
Pulver  müssen  in  Pappkästchen  verpackt  und  diese  in  Säckchen  von  Leinwand  oder
Pergament  eingeschlossen  sein;
lebende  Bienen  müssen  in  Kästchen  versandt  werden,  die  die  Gefahr  des  Entweichens
ausschließen.
Die  Verpackung  muß  in  allen  Fällen  so  eingerichtet  sein,  daß  der  Inhalt  geprüft  werden  kann.
VII  Sendungen,  die  den  Bestimmungen  nicht  entsprechen,  werden  nicht  befördert.  Dasselbe
gilt  für  Warenproben  usw.,  deren  Beförderung  mit  Nachteil  oder  Gefahr  verbunden  ist.
IX  Die  Sendungen  müssen  freigemacht  sein.  Die  Gebühr  beträgt:
bis  250  g  einschließlich.  .  .  .  ..  10  Pf.,
über  250  bis  500  g  einschließlich  20
Nichtfreigemachte  Sendungen  werden  nicht  abgesandt.
-  x  Für  unzureichend  freigemachte  Warenproben  beträgt  die  Gebühr  das  Doppelte  des  Fehlbetrags,
  auf  eine  durch  5  teilbare  Pfennigsumme  nach  oben  abgerundet.

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Mischsendungen.

11.  1  Drucksachen,  Geschäftspapiere  und  Warenproben  dürfen  zusammengepackt  werden,
wenn

1.  kein  Gegenstand  für  sich  die  für  ihn  gültige  Gewichtsgrenze  oder  Ausdehnung  überchrei


2.  das  Eesamtgewicht  nicht  über  1  kg  beträgt.
II  Die  Sendungen  müssen  freigemacht  sein.  Die  Gebühr  beträgt:

bis  250  g  einschließlich  .  10  Pf.,
über  250  =  500  -  20  -,
500  g  bis  1  kg.  -  30

Nichtfreigemachte  Sendungen  werden  nicht  abgesandt.
II1  Für  unzureichend  freigemachte  Sendungen  beträgt  die  Gebühr  das  Doppelte  des  Fehlbetrags,
  auf  eine  durch  5  teilbare  Pfennigsumme  nach  oben  abgerundet.

Pakete.
§  12.  1  Den  Paketen  muß  eine  Paketkarte  beigegeben  sein.
II  Auf  eine  Paketkarte  dürfen  bis  drei  Pakete  befördert  werden,  bei  Nachnahme  aber  immer
nur  eins  (§+  19).