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Reichs-Gesetzblatt.
No 10.
Inhalt: Gesetz, betreffend die Reichs-Kriegshäfen und die Feststellung eines Nachtrages zum Reichshaushalts-Etat
für das Etatsjahr 1883/84. S. 105.
(Nr. 1497.) Gesetz, betreffend die Reichs-Kriegshäfen und die Feststellung eines Nachtrages
zum Reichshaushalts-Etat für das Etatsjahr 1883/84. Vom 19. Juni 1883.
Wir Wilhelm, von Gottes Gnaden Deutscher Kaiser, König
von Preußen etc.
verordnen im Namen des Reichs, nach erfolgter Zustimmung des Bundesraths
und des Reichstags, was folgt:
§. 1.
Die Reichs-Kriegshäfen werden seewärts im Sinne dieses Gesetzes begrenzt:
a) bei Kiel durch eine gebrochene Linie, welche auf 10° 20´ Ostlänge von
Greenwich von der Küste ab nach Norden bis 54° 28´ Nordbreite
gezogen ist und demnächst dieser Breite nach Westen bis zur Küste
nördlich von Alt-Bülk folgt;
b) bei Wilhelmshaven durch eine Linie zwischen der Minsener Kirche, dem
Wangerooger Leuchtthurm, dem Weser-Leuchtthurm und der Langwardener
Kirche.
Innerhalb dieser Grenzen wird die Fläche des Kieler Hafens durch eine die
Nullpunkte der Hafenpegel zu Ellerbeck und Friedrichsort schneidende Horizontalebene,
die Fläche des Jadehafens durch den gewöhnlichen Hochwasserstand von
3,76 Meter über dem Nullpunkt des Daunsfelder Pegels an der Südmole bestimmt.
§ 2.
Der zuständige Marinestationschef ist befugt, in den durch §. 1 bestimmten
Reichs-Kriegshafengebieten, jedoch mit Ausschluß der oldenburgischen Häfen, soweit
die Sicherheit des Kriegshafens, seiner Werke und Anlagen dies erfordert.
Reichs--Gesetzbl. 1883. 19
Ausgegeben zu Berlin den 29. Juni 1883.