Metadata : Spittler’s sämmtliche Werke. Fünfzehnter Band. (15)

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einige  Freiheit  des  Erwerbs  lässest;  wenn  du  ihnen  auch
andere  Rechte,  z.  B.  die  Befugniß,  Heurathen  zu  schließen,
ertheilst;  und  wenn  du  sie  so  allmählig  zur  Freiheit  hinfährest.
Bei  dieser  Möglichkeir  der  allmähligen  Freigebung  kann  man
also  jenen  Zustand  der  Beranbung  der  Menschenrechte  auch
damit  nicht  rechtfertigen.  Ein  weiterer  Rechtfertigungsgrund
ist  endlich:  3)  „ich  habe  sie  ja  gekauft;  ich  besitze  sie  wie
„jedes  andere  Eigenthum.“  Allein:  du  kannst  keinen  Menschen
  kaufen;  es  läßt  sich  kein  erworbenes  Recht  auf  eine
Sache  denken,  die  gar  kein  Gegenstand  eines  solchen  Rechts
seyn  kann.  Der  Mensch  ist  (s.  §S.  8.)  unveräußerlich,
Was  aber  4)  den  eigentlichen  Neg  erhandel  und  das
Brauchen  der  Neger  als  Sklaven  betrifft,  so  ist  une
streitig  dieser  Verkehr  mit  Menschen  die  frecheste  Kränkung
der  Urrechte  der  Menschen  —  und  dieß  selbst,  wenn  der  Zustand
  der  Negersklaven  so  milde  seyn  sollte,  als  irgend  ein
solcher  Sklavenzustand  seyn  kann.  Tausende  von  Menschen
werden  von  Leuten,  denen  »e  keine  Beleidigung  angethan
haben,  wider  ihren  Willen  aus  ihrem  Lande  hinweggeschleppt,
zu  Arbeiten  gezwungen,  die  sie  für  sich  nie  thun  würden,
und  ihr  Leben  wird  selbst  bei  der  besten  Behandlung,  von
der  man  spricht,  so  qualvoll  gemachr,  daß  alle  Jahre,  um
den  Erat  zu  erhalten,  ein  Zuschuß  von  mehr  als  50,000
nothwendig  ist.  Die  Gründe,  die  man  zur  Beschdnigung
dieses  Handels  anzuführen  pflegt,  sind  kaum  einer  Widerlegung
  werth.  Man  sagt:  a)  „die  so  gekauften  Neger
„sind  größtentheils  Kriegsgefangenec.  Der  Sieger
„verkauft  sie  den  Europäern.  Sic  wärden  wahrscheinlich  in
„Afrika  nur  todt  geschlagen  oder  geschlachtet  und  aufgefressen
„werden.““  Indeß  nicht  zu  gedenken,  daß  weit  nicht  Alle,
die  verkauft  werden,  Kriegsgefangene  sind,  daß  auch  durch